Split-Wärmepumpe: Aufbau, Funktionsweise und Vorteile

Die Split-Wärmepumpe ist eine der am häufigsten eingesetzten Bauformen von Luftwärmepumpen in Deutschland. Ihr charakteristisches Merkmal ist die räumliche Trennung von Außeneinheit und Inneneinheit, die durch isolierte Kältemittelleitungen miteinander verbunden sind. Diese Bauweise bietet große Flexibilität bei der Installation und ermöglicht eine optimale Platzierung der Einheiten.

Aufbau und Funktionsweise

Die Außeneinheit einer Split-Wärmepumpe enthält den Verdampfer und den Verdichter (Kompressor). Hier wird die Umgebungswärme aus der Luft aufgenommen. Der Verdichter erhöht Druck und Temperatur des Kältemittels. Über die Kältemittelleitungen gelangt das heiße Gas zur Inneneinheit, die den Verflüssiger (Kondensator) beherbergt. Dort wird die Wärme an das Heizsystem abgegeben. Das abgekühlte Kältemittel expandiert wieder und fließt zurück zur Außeneinheit – der Kreislauf beginnt von Neuem.

Im Gegensatz zur Monoblock-Wärmepumpe, bei der alle Komponenten in einem Gehäuse vereint sind, ermöglicht die Split-Bauweise eine einfachere Montage: Die Außeneinheit kann im Garten, an der Hauswand oder auf dem Dach platziert werden, während die Inneneinheit im Keller oder Hauswirtschaftsraum installiert wird. Die Kältemittelleitungen müssen fachgerecht verlegt und isoliert werden.

Vorteile und Nachteile

Vorteile:

Nachteile:

Praxisbeispiele und typische Kennzahlen

Typische Leistungsgrößen für Split-Wärmepumpen im Einfamilienhaus liegen zwischen 5 und 15 kW. Eine moderne Split-Wärmepumpe erreicht Jahresarbeitszahlen (JAZ) von 3,5 bis 4,5, was bedeutet, dass sie aus einer Kilowattstunde Strom 3,5 bis 4,5 kWh Wärme erzeugt. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage kann der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms gesteigert und die Betriebskosten weiter gesenkt werden.

Ein Praxisbeispiel: Ein freistehendes Einfamilienhaus aus den 1990er-Jahren mit einer Heizlast von 10 kW wird mit einer Split-Wärmepumpe ausgestattet. Die Außeneinheit wird im Garten aufgestellt, die Inneneinheit im Heizungskeller. Die Kältemittelleitungen (ca. 10 m) werden in der Wand verlegt. Die Wärmepumpe versorgt eine Fußbodenheizung im Erdgeschoss und Heizkörper im Obergeschoss. Die jährlichen Heizkosten sinken im Vergleich zu einer alten Ölheizung um rund 40 %.

Relevanz für Hauseigentümer

Für Hauseigentümer in Deutschland ist die Split-Wärmepumpe eine attraktive Option zur Heizungsmodernisierung. Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) müssen neue Heizungen ab 2024 zu 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden – die Wärmepumpe erfüllt diese Anforderung. Zudem gibt es umfangreiche Fördermittel: Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erhalten Hauseigentümer bis zu 40 % Zuschuss auf die Investitionskosten, in Kombination mit dem Klimageschwindigkeitsbonus sogar bis zu 70 %. Die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) wickelt die Förderung ab. Der Markt für Split-Wärmepumpen wächst rasant – 2023 wurden in Deutschland über 500.000 Wärmepumpen installiert, davon der Großteil als Split-Bauweise.

Für eine optimale Effizienz sollte die Wärmepumpe auf Basis einer professionellen Heizlastberechnung ausgelegt werden. Auch der hydraulische Abgleich des Heizsystems ist wichtig, um die Vorlauftemperatur niedrig zu halten und die JAZ zu maximieren. Hausbesitzer sollten außerdem auf den Schallleistungspegel der Außeneinheit achten, um Lärmkonflikte mit Nachbarn zu vermeiden.

Fazit

Die Split-Wärmepumpe vereint Effizienz, Flexibilität und Förderfähigkeit. Sie ist eine zukunftssichere Lösung für die Wärmeversorgung im deutschen Gebäudebestand und trägt aktiv zur CO₂-Einsparung bei. Mit der richtigen Planung und Installation kann sie über 20 Jahre zuverlässig Wärme liefern.

Stromretter 24

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Wir greifen auf das BNetzA-Stromtarifregister, auf veröffentlichte Preisreihen der Versorger und auf die EPEX-Spot-Preisreihen für die dynamische Tarif-Simulation zu. Keine Tarifvermittlung im Hintergrund – wir verlinken zu Verivox, Check24 und direkt zu den Versorgern, ohne eigene Provision. Der Rechner berücksichtigt zusätzlich die regional unterschiedlichen Netzentgelte, die je nach Verteilnetzbetreiber zwischen 6 und 11 ct/kWh variieren.

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